Eidg. Fachausweis

Industriepolsterer/-in BP

entwerfen, beschreiben, auswählen, erstellen, entwickeln

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Was macht ein/e Industriepolsterer/-in BP?

Polstermöbel erfüllen nicht nur den Zweck des bequemen Sitzens, sie erfreuen auch das Auge und entspannen durch ihre ausgedachte Form den Körper. Zu wissen, aus welchen Materialien sie gefertigt werden und was es alles dazu braucht, ist die Aufgabe der Industriepolsterer und Industriepolsterinnen mit eidg. Fachausweis.

Sie führen bei industriellen Polstermöbelherstellern eine Einheit, erstellen Produktionsbeschreibungen und lenken die industrielle Fertigung der Polstermöbel. Bei der Umsetzung der Gestaltungsideen von Polstermöbeln hilft ihnen ihr breites Wissen über verschiedene Techniken, Materialien, deren Herkunft, Eigenschaften und Anwendungsmöglichkeiten. Je nachdem, welche Zwecke die Sitzgelegenheiten erfüllen müssen, verwenden die Berufsleute die geeigneten Materialien und konfektionieren die passenden Schaumstoffteile. Sei es die Form und Farbe der Rückenpolsterung, ob sich eine Schaumstoffeinlage oder Federkern anbietet, sie wählen die optimale Lösung und instruieren die Mitarbeitenden.

Einen grossen Teil ihrer Arbeit nimmt die Produktionsvorbereitung ein, vor allem, wenn die Polstermöbel im Ausland hergestellt werden. Dann sind die Angaben zu Material und Produktionsweise noch detaillierter.

Was und wozu?

  • Damit die Herstellung von Polstermöbeln im Ausland die genau definierten Modelle hervorbringt, erstellt der Industriepolsterer eine Produktionsbeschreibung mit Angaben zu Material, Farbe, Form, Stil und sogar zu Fadenstärke, Nadeldicke und Stichlänge.
  • Damit am Ende einer Produktion von Polstermöbeln im Vintage-Stil die Kosten berechnet werden können, setzt die Industriepolsterin eine Aufstellung über den Materialverbrauch und den Zeitaufwand der einzelnen Arbeitsprozesse auf.
  • Damit eine Reihe von Polstermöbeln gemäss eines Gestaltungsentwurfs umgesetzt werden kann, erstellt der Industriepolsterer Zuschneideschablonen, definiert die Näh- und Bezugsarbeiten sowie die Art der Polsterung.
  • Damit die Polstermöbel, die neu produziert werden sollen, den Qualitätsansprüchen gerecht werden, kennt die Industriepolsterin die verschiedenen Methoden dazu und bestimmt, sofern sich Schwachstellen ergeben, die nötigen Änderungen.

Facts

Zutritt
Bei Prüfungsantritt:

a) Abschluss als Industriepolsterer/in EFZ oder gleichwertige Ausbildung und

b) anschliessend mind. 3 Jahre einschlägige Berufserfahrung.
Ausbildung
6 Monate berufsbegleitende Kurse.

Hinweis: Die Kurskosten werden teilweise vom Bund übernommen. Absolventen/-innen einer Berufsprüfung können beim Bund einen Subventionsantrag stellen, womit 50% des Kursgeldes (höchstens 9'500.–) sowie zusätzlich 4'000.– (sofern Mitgliedsfirma) aus dem Weiterbildungsfonds zurückerstattet werden.
Sonnenseite
Da die meisten Polstermöbel im Ausland hergestellt werden, können sich die Industriepolsterer und Industriepolsterinnen hauptsächlich auf die Produktentwicklung konzentrieren, was natürlich den spannenden Teil dieses Berufs darstellt.
Schattenseite
Wenn die Massenproduktion von Polstermöbeln vorbereitet werden muss, dürfen sich die Berufsleute bei den keine Ungenauigkeiten leisten. Das sollten sie zwar sowieso nicht, doch bei einer grossen Produktanzahl steht einiges mehr auf dem Spiel.
Gut zu wissen
Egal, ob Polstermöbel in einem kleineren Betrieb in der Schweiz oder in grossem Rahmen im Ausland produziert werden, die handwerklichen Fähigkeiten und das technische und materielle Wissen sind in diesem Beruf so oder so gefragt. Daher sind die Industriepolsterer und -polsterinnen auf dem Arbeitsmarkt gefragt.

TOP 10 Anforderungen

sehr wichtig
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unverzichtbar
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sehr wichtig
wichtig
unverzichtbar
wichtig
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Karrierewege als Industriepolsterer/-in BP

Innenarchitekt/in FH, Produkt- und Industriedesigner/in FH (Bachelor)

Produktdesigner/in HF (eidg. Diplom)

Industriepolstermeister/in HFP (eidg. Diplom)

Industriepolsterer/-in BP

Industriepolsterer/in EFZ oder gleichwertiger Abschluss (siehe Zutritt)

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